Sich identifizieren mit dem Produkt

Auf diesem Wege entstandene Produkte sind ganz sicher nicht am Bedarf vorbei produziert. Sie liegen gewiss nicht auf Halde, müssen nicht eingestampft werden, sind quasi vorfinanziert. Deswegen muss der Künstler nicht notwendigerweise um seine Unabhängigkeit bangen, er kann die Projektverantwortung ja auch aus der Hand geben, wenn dessen Entwicklung seine Grenzen überschreitet. Auch auf diesem Gebiet ist Flexibilität gefragt, wenn der künstlerische Genius allein nicht ausreichend gewürdigt werden kann. Wenn dann eine Identifizierung mit dem, was die Produkte kennzeichnet, nicht mehr möglich ist, muss anderweitig danach gesucht werden. Produkte bestimmen über ihre Herstellungsweise und auch über den, der sie schafft. Nur was sich verkauft, hat heute noch eine Lebensberechtigung als Arbeitsinhalt. Wer das nicht will, muss sich mit dem zufriedengeben, was übrig bleibt. Wenn der schönste Entwurf im Design als Lebensgrundlage nicht taugt, kann er nur als eine Art Hobby betrachtet werden, das auch finanziert werden muss. Es sei denn, man stellt sich in den Dienst der Künste, wo man nur jemand davon überzeugen muss, dass man besser geeignet ist als andere, die auf die gleiche Idee gekommen sind.

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